TangNano20k
Tang Nano 20k FPGA
Ein ganzer Amiga auf einer Platine, kleiner als eine Kreditkarte.
Der Tang Nano 20K von Sipeed ist ein kleines FPGA-Board. Ein FPGA ist ein Chip, dessen Schaltung man per Software neu „verdrahten“ kann. Damit läuft hier kein Emulator wie auf dem PC oder dem Raspberry Pi, sondern der Chipsatz von Amiga, C64 & Co. wird direkt in Hardware nachgebaut. Das Ergebnis: original Timing, kaum Verzögerung beim Joystick und ein Startbildschirm, der sich anfühlt wie damals.
Mit dem passenden „Core“ wird aus dem Board wahlweise ein Amiga 500/1200 (NanoMig), ein Commodore 64 (C64Nano), ein Atari 2600, Atari ST, VIC-20, NES oder SNES. Den Core flasht man einfach per USB auf das Board, und schon hat man einen anderen Rechner.
Technische Daten
| FPGA | Gowin GW2AR-18 (GW2AR-LV18QN88C8/I7) |
| Logikzellen | 20.736 LUT4, 15.552 Flip-Flops |
| Speicher im Chip | 828 Kbit Block-RAM |
| Arbeitsspeicher | 64 Mbit (8 MB) SDRAM |
| Flash | 64 Mbit (8 MB), für Core und ROMs (z. B. Kickstart) |
| Bildausgabe | HDMI, zusätzlich 40-pol. RGB-LCD-Anschluss |
| Speicherkarte | microSD-Slot (für HDF, ADF, D64 & Co.) |
| Programmierung | USB-C über den Onboard-Debugger BL616 |
| Sonstiges | 6 LEDs, 2 Taster, 1 RGB-LED (WS2812) |
| Größe | 22,55 × 54,04 mm |
Was man zusätzlich braucht
- Einen Raspberry Pi Pico (RP2040) als „Companion“ für USB-Tastatur und Maus
- Eine microSD-Karte und ein HDMI-Kabel
- Optional: einen originalen Amiga- oder C64-Joystick (direkt an den Tang gelötet, nur 3,3 V!)
- Für den Amiga: ein legales Kickstart-ROM
Mein Fazit
Für wenig Geld bekommt man ein Board, das sich wie echte Retro-Hardware anfühlt. Etwas Lötkenntnis und Geduld beim ersten Einrichten sollte man mitbringen. Wie das genau geht, zeige ich Schritt für Schritt im Video auf meinem YouTube-Kanal FrankyByte.